Diese Seite auf deutsch This page in english

Stereomastering von Gruppenspuren (Stems)

Beim Mastering von Gruppen kommt ein weiterer Arbeitsschritt hinzu, der eigentlich schon mehr in den Bereich des Mixings fällt. Das Zusammenmischen von bis zu 8 "pegelkorrekten" Stereo-Gruppen wie Vocals, Chor, Drums & Bass, Begleitinstrumente usw. empfiehlt sich dann, wenn es sich um computerinterne Produktionen handelt, denen es an DSP-Resourcen für gute Kompressoren und hochwertigen Hall und infolgedessen an Druck und Tiefe mangelt.
Die einzelnen Gruppen sollten mit dem Pegel exportiert oder gerendert werden, in dem sie im Mix Bestand haben, damit der Masteringengineer alle Stereokanäle lediglich auf null dB stellen muss, um den gleichen Mix zu erhalten, wie er beim Mixengineer bereits vorlag. Der Startpunkt der jeweiligen Gruppenspuren sollte auch 100%ig identisch sein. Um Fehler zu vermeiden, kann noch ein Stereomixdown zu Kontrollzwecken angeliefert werden.

Diese Arbeitsweise kann Riesenvorteile für das Endergebnis mit sich bringen, birgt jedoch auch Gefahren: Die Vermischung von Mix- und Masterprozessen in Verbindung mit den unterschiedlichen Hör- und Arbeitsweisen (siehe Buch Audio Mastering) kann zu unzufrieden stellenden Ergebnissen führen. Dieser Gefahr begegne ich, indem ich die Mix- und Mastersession in 2 Arbeitsschritte in der Regel an zwei unterschiedlichen Arbeitstagen aufteile.
Die Mixsession wird in Nuendo oder Cubase realisiert, während ich für das Mastering auf den bewährten WaveLab-Workflow zurückgreife.

Anlieferung von Daten:
-  "Pegelkorrekte" Gruppenspuren als stereointerleaved Files mit identischem Startpunkt
-  Stereomixdown als Kontrolldatei
Tipps zur Anlieferung von Audio.pdf beachten